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Vier ultimative Tipps mit denen auch Dir „schwierige Gespräche“ gelingen

Es gibt viele verschieden Arten von “schwierigen Gesprächen”. Für manche Menschen ist es schon schwierig jemand anderen nach dem Weg zu fragen. Für andere sind emotionale Gespräche schwer und wieder andere stehen einfach nicht auf Konflikte. Ich bin ein bisschen von allem. Mehr dazu kannst du übrigens in der Auswertung meines Persönlichkeitstests lesen. Hier habe ich auch dir auch ein Arbeitsblatt verlinkt, indem du deine eigenen Stärken und Schwächen notieren kannst. Diese Selbstreflexion hilft dir in unglaublich vielen Lebenslagen – vielleicht ja auch hier!

Konflikte finde ich anstrengend und bevor ich Gespräche führe bei denen ein potenzieller Konflikt in Sichtweite ist denke ich erst nochmal gründlich drüber nach, ob es das auch wert ist. Auch emotionale Gespräche, bei denen es hauptsächlich um negative Emotionen geht, führe ich, wie wohl die meisten Personen, nicht gerne. Diese Gespräche gehören meist zu der Kategorie „besonders schwierige Gespräche“.

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Es gibt aber auch „einfache“ schwierige Gespräche. Erst letztens hatte ich so einen Fall. Ich musste meinem Nachbar sagen, dass er bitte die Musik leiser machen soll. 

Die Situation war folgende: Herr Nachbar hat sein Wohnzimmer direkt über meinem Schlafzimmer. Unsere Wände sind dünn. Altbau dünn. Herr Nachbar hat zudem eine nette Anlage an seinem TV angeschlossen mit einem ganz besonders nettem Bass. Tagsüber oder am Wochenende stört mich das nicht, da bin ich nicht Zuhause oder selber lange wach. Aber in der Woche, wenn ich morgens früh raus muss, möchte ich gerne um zwölf schlafen und nicht zum Bass des Herrn Nachbarn vibrieren.

Also hatte ich keine Wahl. Nach mehreren schlaflosen Nächten musste ich DAS Spießer Gespräch schlechthin führen. Ich habe vorher lange darüber gegrübelt wann die beste Zeit wäre und wie ich die Situation am besten anspreche. 

Es musste also ein Schlachtplan her

Zuerst wollte ich mir bewusst machen, wieso mir dieses Gespräch überhaupt Bauchschmerzen bereitete. 

Ganz klar – das Thema ist mir unangenehm. Beschwerden über die Lautstärke kenne ich meist nur von der anderen Seite. Alte spießige Nachbarn, die sich darüber beschweren, dass meine Freunde und ich zu laut sind. Das Thema ist also generell schon mit negativen Erinnerungen verbunden. Zusätzlich kommt noch die potentielle Konfliktsituation hinzu. Ich hatte keine Ahnung wie Herr Nachbar reagieren würde. Emotional fühlte ich mich also verunsichert und schämte mich irgendwie.

In so einer Situation ist es immer hilfreich sich in sein Gegenüber hineinzuversetzen. Ich überlegte also, wie es wäre, wenn ich in der Situation es Herr Nachbar wäre. Was würde ich mir wünschen und wie würde ich mich fühlen?

Mein heutiges – nicht mehr 16 jähriges – ich fänd es total in Ordnung auf die Lautstärke angesprochen zu werden. Mir wäre es sogar lieber, als wenn die Nachbarn nichts sagen und stattdessen blöd hinter meinen Rücken reden. 

Denkt Herr Nachbar vielleicht genauso?

Der Ton macht die Musik

Da ich das Thema bisher noch nie angesprochen habe, sollte ich nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen und mich “beschweren”. Zudem ist es wichtig die Situation zu erklären. “Ey – du bist zu laut” bringt hier wohl niemanden weiter. Ich überlegte mir also, dass ich Herrn Nachbar erstmal erkläre, dass mein Schlafzimmer direkt unter seinem Wohnzimmer liegt und was genau mich zu welcher Uhrzeit stört. 

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Es hätte sich angeboten bei Herrn Nachbar zu klingeln, sobald das nächste Mal die Musik laut ist. Aber darauf hatte ich schlicht und einfach keine Lust. So ein Gespräch führen, wenn andere dabei sind finde ich auch ungünstig. Das kommt immer so rüber, als will man den anderen bloßstellen. Also wartete ich und hoffte Herrn Nachbar im Hausflur zu erwischen. Die perfekte Gelegenheit ergab sich, als ein Paket für ihn abgegeben wurde und er bei mir klingeln musste.

Und das Ende meines schwierigen Gesprächs?

Alles halb so schlimm. Ich habe Herrn Nachbar angesprochen, er war total verständnisvoll. Alle Bedenken waren umsonst, einen Konflikt gab es nie. Dafür aber endlich ruhige Nächte. Mein Fazit lautete als trau dich! Eine Situation kann sich nur ändern, wenn du sie selbst in die Hand nimmst!

Natürlich ist mein Alltagsbeispiel mit Herr Nachbar eher harmlos, das ist mir auch klar. Es gibt in Beruf & Beziehung ganz andere Arten von Gesprächen, die um einiges komplizierter sind. Aber der Grundgedanke bleibt gleich.

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Meine vier Tipps für schwierige Gespräche

  1. Werde dir über die Situation bewusst. Was möchtest du ansprechen und wieso möchtest du das Thema ansprechen? Wie fühlst du dich dabei? Schreibe sowohl deine Ängste (wovor fürchtest du dich? Wieso hast du Angst vor dem Gespräch), als auch deine Wünsche (Wie sollte das Gespräch idealerweise ablaufen und enden) auf.
  2. Versetze dich in die Lage deines Gesprächspartners. Wie würdest du dich an ihrer / seiner Stelle fühlen? Was würdest du dir an ihrer / seiner Stelle wünschen?
  3. Plane das Gespräch. Überlege dir, was genau du sagen willst. Mache dir hierzu gerne auch Notizen. Du kannst dir auch mögliche Antworten und Reaktionen deines Gegenübers überlegen und dir hierzu auch Notizen machen.
  4. Plane Zeit und Ort. Überlege dir wann und wo die beste Gelegenheit ist das Gespräch zu führen. Suche dir eine Situation, in der du vielleicht nicht zu emotional bist. Viele Themen bespricht man besser unter vier Augen an einem neutralen Ort.

Ich hoffe meine Tipps können dir ein bisschen helfen und du schaust dem nächsten “schwierigen Gespräch” entspannter entgegen. Falls du skeptisch bist mach es doch wie ich und probier das ganze erstmal an einer harmlosen Situation aus, bevor du die wirklich wichtigen Themen angehst!

Ich drück dir die Daumen & natürlich kannst du mir gerne von deinen Erfahrungen erzählen. Nutze dafür einfach die Kommentarfunktion oder das Kontaktformular.

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Ganz viel Liebe,

Julia-Unterschrift

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