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Ich bin nicht schlecht drauf – das sind meine Gene!

Den dritten Teil des Buch Clubs widmen wir einem Exkurs in die Vergangenheit. Und damit meine ich diesmal nicht unsere persönliche und individuelle Vergangenheit, sondern ganz simpel die Vergangenheit der Menschen. Wir betrachten in diesem kurzen Abstecher unsere Gene und den Grund, wieso sie sich auf genau diese Art entwickelt haben, was das ganze mit unserer Laune zu tun hat und wieso das ganze gut ist wie es ist.

Ich bin nicht schlecht drauf - das sind meine Gene!
Ich bin nicht schlecht drauf – das sind meine Gene!

Unsere Basisemotionen

Hierzu werfen wir zunächst einen Blick auf unsere Basisemotionen. Dies sind die Emotionen, die als Bestandteil jeder menschlichen Existenz angesehen werden. Wer hierzu mehr erfahren möchte kann sich gerne mit Paul Ekman befassen (super interessantes Thema, würde hier aber zu weit gehen). Laut seiner Studien sind die 

Basisemotionen folgende:

  • Freude
  • Überraschung
  • Wut
  • Traurigkeit
  • Angst
  • Ekel
  • Verachtung

Wie man auf den ersten Blick sieht, sind die meisten dieser Emotionen negativ. Bedeutet dies also, dass negative Emotionen und damit auch schlechte Laune bereits von Anbeginn in uns verankert sind? Liegt das “schlecht drauf sein” in unseren Genen?

Schlechte Laune ist nicht immer schlecht – wie unsere Gene uns das Leben retten

Hierzu werfen wir einfach mal einen Blick in die Steinzeit. Unsere Vorfahren hatten damals gar keine andere Wahl, als sich auf ihre Sinne und Emotionen zu verlassen.

  • Ekel zum Beispiel sorgte dafür giftige und allgemein schlechte Nahrungsmittel zu erkennen. Weder die Pflanzen, noch das Fleisch hatten damals ein Verfallsdatum oder wurden auf ihre Qualität überprüft. Dies geschah alleine durch den Geschmackssinn und das damit verbundene Gefühl von Ekel. 
  • Ein weiteres Beispiel ist die Angst. Sobald sich unseren Steinzeitvorfahren eine Gefahr näherte, zum Beispiel ein gefährliches Tier, war es von enormer Wichtigkeit, dass sie sofort und unverzüglich in den Angst Modus wechselten. Jede Freude und jeder Spaß der gerade empfunden wurde musste auf der Stelle angestellt und durch Angst ersetzt werden. Nur so war eine unverzügliche Reaktion, zum Beispiel eine Flucht, möglich. Dies rettete Leben.

Welche Auswirkungen haben diese Gene nun auf uns?

Ich wette du lagst auch schon abends im Bett, warst kurz vorm einschlafen und auf einmal erinnerst du dich an dieses eine mega peinliche Erlebnis damals in der 5. Klasse. Na, kommt dir das bekannt vor? 

Das besonders starke Erinnern an negative Situationen ist leider eine der genetischen Auswirkungen mit denen wir leben müssen. Damals in der Steinzeit war es viel wichtiger sich die schlechten Dinge, also zum Beispiel die giftigen Pflanzen, zu merken als die Guten. 

Damals hat diese genetische Prägung zum Überleben beigetragen, heute ist es meist einfach eine miese Nebenwirkung. Zum Beispiel haben wir dadurch die Veranlagung, dass eine negative Erfahrung die vorherigen hundert positiven aufheben kann. Dies erlebt man oft in Familienstreitigkeiten oder auch unter Freunden. Über Jahre lief alles gut und ein Vertrauensmissbrauch oder einfach eine schlechte Erfahrung kann all dies zunichte machen. 

Die Evolution - Ursprung unserer Gene
Die Evolution – Ursprung unserer Gene

Können wir unsere Gene überlisten?

Natürlich ist es nicht möglich seine Gene zu löschen und auf weißem Grund neu anzufangen. Aber alleine das WIssen und Verständnis über unsere Gene, die evolutionäre Entwicklung und die Auswirkung auf unser heutiges Leben können zu einer positiveren EInstellung verhelfen.

Bevor du also das nächste Mal einen Freund aufgrund einer negativen Erfahrung abschreibst, ruf dir doch einfach all die anderen positiven Erlebnisse auf und wiege diese gegeneinander ab. Schäm dich nicht, wenn du das nächste Mal grübelnd im Bett liegst und an vergangene Peinlichkeiten denkst. Lach stattdessen drüber und schieb es auf deine Gene.

Und wie steht es mit dir? Kannst du dich mit deinem Steinzeit-Ich identifizieren und hast jetzt vielleicht sogar ein bisschen mehr Verständnis für deine “ich bin schlecht drauf” Gene?

Ich hoffe dieser kleine Exkurs zu den Seiten 57-58 hat dir gefallen und wir lesen uns nächste Woche wieder. Der nächste Beitrag befasst sich mit den Glaubenssätzen.

Ganz viel Liebe,

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1 Kommentar zu „Ich bin nicht schlecht drauf – das sind meine Gene!“

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