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Positives Mindset – Wie du deine negativen Glaubenssätze auflöst

Bereits letzte Woche hast du dich ausführlich mit deinen negativen Glaubenssätzen beschäftigt. Du hast gelernt, dass es bei den Glaubenssätzen sowohl um dein Selbstbild, als auch um das Bild, dass du von deiner Außenwelt hast, geht. 

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Als kleine Hausaufgabe habe ich dir ein paar Übungen an die Hand gegeben, mit denen du deine eigenen negativen Glaubenssätze identifizieren kannst. Ich hoffe meine Liste mit Beispielen zu häufigen negativen Glaubenssätzen konnte dich dabei unterstützen.

Falls du das letzte Kapitel noch nicht bearbeitet hast, solltest du dies unbedingt nachholen. Das Identifizieren deiner persönlichen negativen Glaubenssätze ist für das Auflösen dieser besonders wichtig.

Wenn du deine negativen Glaubenssätze nicht kennst, kannst du sie auch nicht auflösen.

Der Weg zu einem positiven Mindset

Im Folgenden stelle ich dir ein paar Methoden vor, mit denen du deine Glaubenssätze “bearbeiten” kannst. Lies dir die Methoden in ruhe durch und probiere sie nacheinander aus. Nicht jede Methode wird dir zusagen, nicht jede Methode wird dir dabei helfen ein positives Mindset zu entwickeln. Lass dir hierbei ruhig Zeit und erwarte keine Wunder. Deine negativen Glaubenssätze hatten viele Jahre Zeit um sich zu entwickeln und zu verfestigen – es ist also unmöglich sie innerhalb von 10 Minuten abzuschütteln.

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Dein Positives Mindset – Die Affektbrücke nach John Watkins

Wir starten mit der ersten Methode. Der Affektbrücke nach John Watkins. Eine Form dieser Methode stellt Stefanie Stahl in ihrem Buch “Das Kind in dir muss Heimat finden” ebenfalls vor. Nachlesen kannst du dies ab Seite 80. 

In dieser Übung geht es darum sich über deine Glaubenssätze und vor allem über die Gefühle, die diese auslösen bewusst zu werden. Am Besten machst du diese Übung wenn du dich sicher und geborgen fühlst. Suche dafür einen Ort auf, der dir ein gutes Gefühl gibt, mache es dir hierfür ruhig bequem.

  • Nimm dir nun einen deiner negativen Glaubenssätze vor und denke über eine Situation nach, in der dieser wieder besonders stark hervorgetreten ist. Ist der negative Glaubenssatz deiner Wahl zum Beispiel “ich genüge nicht” überlege dir, wann und in welcher Situation dieser das letzte Mal akut war. 
  • Begebe dich nun völlig in diese Situation rein. Wie hast du dich gefühlt? Welche körperlichen Symptome hattest du? Mache dir dabei immer wieder bewusst, dass deine Gefühle völlig in Ordnung sind. Du darfst dich jetzt gerade in diesem sicheren Moment diesen Gefühlen hingeben. 
  • Sobald dir dein Gefühl völlig bewusst ist und du es in dir spürst bist du bereit für eine kurze Reise in deine Vergangenheit. Versuche dich zu erinnern wann und wo du dieses Gefühl das erste Mal gespürt hast. In welcher Situation und zu welchem Zeitpunkt ist dieses negative Gefühl das erste Mal aufgetreten? Welche Personen waren daran beteiligt, findest du vielleicht sogar heraus wer Schuld an deinen negativen Gefühlen hat?

Ich verstehe, dass diese Übung weder schön noch leicht ist. Niemand gibt sich gerne seinen negativen Glaubenssätzen und somit auch seinen negativen Gefühlen hin. Allerdings kann das Bewusst werden deiner Gefühle, der Ursachen und Situationen, in denen diese auftreten dabei helfen diese zu regulieren. Wenn du bereits weißt wie du dich in einer bestimmten Situation fühlen wirst, kannst du dies vorab beeinflussen. Gib deinen negativen Glaubenssätzen keine Chance weiterhin automatisiert ab zu laufen.

Dein positives Mindset – Das logische Hinterfragen

Nur weil du dir deine Glaubenssätze jahrelang eingeredet hast und sie deswegen in deinem Inneren verankert sind, heißt das noch lange nicht, dass sie auch logisch sind und Sinn machen. Nur, weil ich mir jahrelang einrede, dass Einhörner existieren tauchen sie nicht auf einmal auf. Deshalb solltest du deine Glaubenssätze logisch hinterfragen. Suche dir dazu einen deiner hartnäckigen negativen Glaubenssätze raus, zum Beispiel “ich bin nicht gut genug”. Mögliche Fragen sind zum Beispiel:

  • Was bedeutet eigentlich “gut genug sein”
  • Für wen will ich unbedingt “gut genug sein”?
  • Welcher Maßstab gibt vor, wann ich “gut genug” bin?
  • Wann wäre ich in meinen Augen “gut genug” und ist dies realistisch?

Viele dieser Fragen kann man gar nicht oder nur unzureichend beantworten. Der Grund dafür ist ganz einfach – die Aussage “ich bin nicht gut genug” ist Schwachsinn. Eine Aussage ohne Boden, einfach nicht haltbar. Es dauert einfach ein wenig Zeit und ein bisschen Arbeit bis einem dies bewusst wird. 

Gerne kannst du dir die Fragen und Antworten zu deinen Glaubenssätzen auch aufschreiben. Nimm deine Notizen einfach immer dann zur Hand, sobald dein negativer Glaubenssatz dich wieder in Beschlag nimmt.

Dein positives Mindset – Ersetze deinen negativen Glaubenssatz mit einem positiven

Das Problem am Ersetzen der negativen Glaubenssätze ist, dass die meisten Leute zu viel wollen. Zu viel positive Energie, ein zu positives Mindset. Hört sich jetzt erstmal doof an, aber du musst dir das so vorstellen. Dein negativer Glaubenssatz hatte viele Jahre oder sogar Jahrzehnte Zeit um sich in dir festzusetzen. All die Jahre hast du fest an ihn geglaubt, er war einfach ein (meist unbewusster) Teil deines Lebens. Da du dein ganzes Leben lang fest daran geglaubt hast nicht genug zu sein, etwas nicht zu können oder nicht attraktiv genug zu sein wird es dir wohl kaum gelingen von heute auf morgen deine Gedanken und Gefühle um 180 Grad zu wenden und das Gegenteil zu glauben.

Oder denkst du es ist möglich von jetzt an jeden Morgen in den Spiegel zu schauen und dir auf einmal zu denken “wow, ich bin der attraktivste Mensch der Welt”?

Gehen wir die Sache also ein wenig langsamer an. Hierzu verändern wir die Glaubenssätze einfach ein wenig. Zum Beispiel:

  • Ich kann das nicht -> Ich kann das NOCH nicht
  • Ich bin nicht attraktiv -> Ich fühle mich JETZT gerade nicht attraktiv
  • Ich bin nicht gut genug -> Ich fühle mich JETZT gerade so, als wäre ich nicht gut genug

Anhand der Beispiele kannst du erkennen, dass vor allem der zeitliche EInschub eine menge verändert. Es ist nämlich völlig in ordnung in de Spiegel zu schauen und sich nicht so toll zu finden. Wichtig ist, dass du das ganze als Momentaufnahme sieht. Nur weil du dich gerade nicht so hübsch findest oder gerade eine Aufgabe nicht bewältigt kriegst muss das nicht immer so sein. Morgen sieht die Welt vielleicht schon ganz anders aus.

Mit dieser Übung kannst du deinen negativen Glaubenssätzen also die Macht nehmen, dein ganzes Leben zu bestimmen. Nimm ihnen die Kraft dein Selbstbild zu jeder Zeit zu bestimmen. 

Das Fazit

Wie bereits erwähnt solltest du die Tipps und Übungen zur Bewältigung deiner negativen Glaubenssätze einfach probieren. Teste dich durch und finde heraus womit du dich am wohlsten fühlst. Sollte eine Übung mal nicht auf Anhieb klappen oder einer deiner negativen Glaubenssätze dich doch mal überwältigen ist das gar nicht schlimm. Denk immer daran, deine Glaubenssätze hatten viele Jahre Zeit um sich zu verfestigen, es wird also auch ein wenig Zeit kosten diese aufzulösen. Verlange nicht zu viel von dir selbst und setze deine Erwartungen nicht zu hoch. Freue dich stattdessen über jeden kleinen Erfolg den du hast.

Ganz viel Liebe,

Julia-Unterschrift
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1 Kommentar zu „Positives Mindset – Wie du deine negativen Glaubenssätze auflöst“

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