PMS Header

Das Prämenstruelle Syndrom – Dauerhafte & effektive Hilfe bei PMS

In eigener Sache habe ich mich in dieser Wochen den Recherchen zu einem ganz bestimmten Thema gewidmet. Dem Prämenstruellen Syndrom, kurz PMS. Falls dir der Begriff bisher noch nichts gesagt hat, hier eine kurze Erklärung:

dauerhafte-hilfe-bei-pms

Das Prämenstruelle Syndrom ist unter dem ICD-Code N94.3 gelistet. Hier steht es unter dem Oberbegriff Prämenstruelle Beschwerden. Obwohl ca. 80 % Der Frauen unter diesem Syndrom leiden, ist es noch nicht vollständig erforscht. Die Ursachen lassen sich wohl vor allem auf den Hormonhaushalt zurückführen. Für die Regelblutung sind vor allem die Hormone Östrogen und Progesteron verantwortlich. Ein Ansteigen oder Abfallen dieser, kann bei einem Großteil der Frauen zum PMS beitragen. Aber auch viele externe Faktoren spielen eine Rolle und können die Symptome verschlimmern. Hierzu gehören zum Beispiel Stress, eine unausgewogene Ernährung oder zu wenig Bewegung. Die Symptome des Prämenstruellen Syndroms sind genauso vielfältig wie die Ursachen. Sie reichen von körperlichen Beschwerden, wie Schmerzen im Unterleib, Migräne oder Wassereinlagerungen bis hin zu psychischen Beschwerden wie Depressionen.

Verdacht auf PMS

Kommen dir die oben aufgeführten Symptome bekannt vor, du also den verdacht hast auch unter PMS zu leiden, solltest du auf jeden Fall Rücksprache mit deiner Gynäkologin / deinem Gynäkologen halten. Als Vorbereitung auf das Gespräch hilft ein PMS Tagebuch. In diesem kannst du eintragen wann welche Symptome bei dir auftreten. Lege dir hierzu am Besten eine Tabelle an, so kann dein Arzt / deine Ärztin genau nachempfinden wann in deinem Zyklus welche Symptome aufgetreten sind und wie stark sie waren. 

Am besten machst du dir über mehrere Zyklen hinweg Notizen.

Meine PMS Geschichte

Wie schon gesagt schreibe ich diesen Beitrag nicht aus bloßem Interesse am Thema. Seitdem ich vor ca. drei Jahren die Pille abgesetzt habe und komplett auf hormonelle Verhütung verzichte leide ich unter PMS. Da ich vorher über zehn Jahre angefangen habe die Pille zu nehmen, hatte ich in dieser Zeit quasi nie meine Periode. Ich hatte zwischenzeitlich Blutungen, ganz leicht und ganz selten, aber nie Beschwerden. Weder körperlich, noch psychisch.  

Nach dem Absetzen ging es dann los. Es hat circa ein Jahr gedauert, bis ich einen einigermaßen regelmäßigen Zyklus hatte (einigermaßen bedeutet 4-6 Wochen. Regelmäßiger ist es auch heute noch nicht). Zusätzlich litt ich unter extremer hormoneller Migräne – wobei man hier erwähnen muss, dass ich in dieser Richtung bereits vorbelastet war. Stress-Migräne war auch vorher schon ein Thema, allerdings nicht so regelmäßig wie die hormonell bedingte. Auch die Unterleibsschmerzen wurden von Monat zu Monat schlimmer. Ca. eine Woche bevor ich meine Tage bekam hatte ich eine Gewichtszunahme von bis zu 5 kg. Diese verschwand, sobald meine Periode einsetzte. Hierbei handelte es sich um Wassereinlagerungen. 

Neben diesen körperlichen Beschwerden litt ich ca. 2 Wochen bevor meine Periode einsetzte unter starken Depressionen, einer inneren Leere, schrecklichen Heißhungerattacken und einer nicht zu erklärenden Unruhe. 

All diese Symptome beeinträchtigten mich in meinem täglichen Leben extrem. Die Schmerzen waren teilweise so schlimm, dass ich nicht fähig war zur Arbeit zu gehen, die Depressionen so stark, dass es mir schwer fiel das Bett zu verlassen.

Hinzu kommt, dass ich an einer, durch einen Gendefekt verursachten, Blutanämie leide. Mein Körper produziert zu wenig rote Blutkörperchen und sobald ich meine (wahnsinnig starke) Periode habe, macht sich ein extremer Eisenmangel bemerkbar, der die PMS Symptome quasi “verlängert” – also über die PMS Zeit hinaus zieht. 

Somit litt ich ca. 3 Wochen meines Zyklus unter einer hormonellen beeinträchtigung. 

Wie habe ich meine PMS Beschwerden in den Griff bekommen?

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich im oberen Abschnitt ausschließlich die Vergangenheitsform verwendet habe. Seit ca. einem halben Jahr arbeite ich nun daran meine PMS Symptome in den Griff zu bekommen – ohne dafür auf hormonelle Verhütungsmethoden oder generell die Zufuhr von Hormonen zurückzugreifen.

Wieso ausgerechnet jetzt?

Wie ich bereits in meinem ersten Beitrag erwähnt habe, hat sich innerhalb des letzten Jahres viel in meinem Leben verändert. Leider nicht alles zum Guten. Und hier greifen die bereits erwähnten externen PMS Faktoren. Meine ohnehin vorhandenen Symptome wurden also durch externe Faktoren schlimmer. Viel schlimmer.

Meine externen Faktoren waren zum größten Teil Stress, zu wenig Bewegung – bedingt durch zu viel Stress und zu wenig Freizeit, ein allgemeines Unwohl- und Unglücklichsein. 

Also fing ich an meine Symptome nach und nach abzuarbeiten.

Symptom Nr. 1 – Unterleibsschmerzen

Meine Unterleibsschmerzen habe ich zum größten Teil mit Sport bekämpft. Seit ca. einem halben Jahr mache ich regelmäßig Home Workouts. Diese enthalten unter anderen Übungen, die den Beckenboden stärken. Auslöser für die Schmerzen während deiner Regel sind die Kontraktionen der Gebärmutter. Gestärkte Beckenbodenmuskeln können diese besser abfangen und regulieren. Die Muskeln deines Beckenbodens lassen sich ebenfall gut durch Liebeskugeln trainieren, diese haben denselben Effekt wie gezielte Übungen.

Natürlich bauen sich die Muskeln deines Beckenbodens nicht von heute auf morgen auf. Das Training benötigt ein wenig Zeit – aber das Ergebnis lohnt sich also bleib hier ruhig am Ball.

Symptom Nr. 2 – Wassereinlagerungen

Leider lassen Wassereinlagerungen sich nicht komplett vermeiden. Weder vor der Periode, noch bei besonders warmen Wetter. Sie gehören zum Körper dazu. Bitte sei vorsichtig mit Entwässerungstabletten oder dergleichen, sollten deine Wassereinlagerungen unerträglich werden gehe lieber zum Arzt, bevor du dich selbst medikamentierst. Ein gutes Mittel gegen Wassereinlagerungen ist tatsächlich Wasser trinken. Ich konnte es am Anfang auch nicht glauben. Aber seitdem ich meinen Wasserkonsum pro Tag enorm gesteigert habe geht es mir allgemein besser. Bei den momentanen warmen Temperaturen trinke ich mindestens 3 Liter Wasser oder ungesüßten Tee am Tag. Meistens versuche ich die 4 Liter zu erreichen. Eine Andeutung hierzu habe ich bereits im Beitrag zu meiner Morgenroutine gemacht. Bereits nach 1-2 Wochen habe ich hier die ersten Verbesserungen bemerkt. Nicht nur die Wassereinlagerungen während der Periode und während hoher Temperaturen wurden weniger. Ich fühle mich allgemein wacher, habe ein besseres Hautbild und mehr Energie.

Symptom Nr. 3 – Migräne

Kopfschmerzen bis hin zu Migräne sind ein weit verbreitetes Leiden, dass bei Frauen vor oder während der Menstruation auftritt. Schuld hieran trägt das Abfallen des weiblichen Sexualhormons Östrogen. Da ich weder auf künstliche Hormone, noch auf Schmerzmittel zurückgreifen wollte, habe ich mich hier nach einer Pflanzlichen Lösung umgeschaut. Bei meinen Recherchen bin ich auf CBD Öle gestoßen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch relativ wenig über dieses Thema und stand dem ganzen erstmal skeptisch gegenüber. Nachdem ich mir verschiedene Erfahrungsberichte durchgelesen hatte, wollte ich dem “Wunder Öl” jedoch eine Chance geben.

CBD Öl wird aus den Blüten und Blättern von Hanfpflanzen hergestellt. Durch die extrem niedrige Menge an THC (Tetrahydrocannabinol), das für die berauschende Wirkung sorgt, ist CBD Öl frei verkäuflich und harmlos. Es macht nicht abhängig und hat (bisher) keine Nebenwirkungen. 

CBD Öl soll sich positiv auf die Reduzierung von Schmerzen, den Appetit, Übelkeit, Entzündungen und die Stimmung auswirken. Außerdem hilft es beim Ein- und Durchschlafen.

Leider gibt es noch nicht viele wissenschaftliche Studien zu diesem Thema.

Ich habe mich langsam an die richtige Dosierung rangetastet. Gestartet mit 5 %igem Öl und zwei Tropfen am Tag bin ich nun bei der für mich optimalen Dosierung. 

Ich nehme jeden Tag 2×3 Tropfen, jeweils morgens und abends, 10 %iges CBD Öl. Nach ca. 4 Monaten haben Migräneanfälle sich komplett eingestellt. An Tagen, an denen ich leichte Kopfschmerzen habe, nehme ich ein paar Tropfen zusätzlich. Medikamente benötige ich keine mehr.

Symptom Nr. 4 – Heißhungerattacken

Leider muss ich gestehen hierfür noch keine optimale Lösung gefunden zu haben. In meiner PMS Zeit und um meinen Eisprung herum habe ich immer noch ein paar Tage, an denen ich den ganzen Tag immer weiter essen könnte. Meistens habe ich “Hunger” auf süße Lebensmittel. Ich versuche diese Attacken meistens mit gesunden Lebensmitteln abzudecken, greife also auf Obst zurück anstatt mich mit Süßigkeiten vollzustopfen. Psychisch hat mir vor allem die Akzeptanz meines Appetits weitergeholfen. Es ist völlig in Ordnung und normal an manchen Tagen einfach ein paar Kalorien mehr zu dir zu nehmen. Alternativ kann man auch einfach einen Spaziergang mehr machen.

Symptom Nr. 5 – Depressionen

Auch hier hilft es zu verstehen und zu akzeptieren, warum du gerade schlecht drauf bist. Ich führe zum Beispiel einen Menstruationskalender und immer, sobald ich merke, dass mich eine Welle an schlechten Gefühlen und schlechter Stimmung überrollt schaue ich nach in welcher Zykluswoche ich mich gerade befinde. Meistens treffe ich genau die PMS Zeit und muss inzwischen sogar schon ein wenig schmunzeln. Ich denk mir dann jedes Mal “ach es ist wieder soweit” und nehme mir an diesen Tagen ganz besonders viel Zeit für mich und Dinge die mir gut tun. 

Die Änderung meines Lebensstils, also vorallem die sportlichen Aktivitäten und die einnahme des CBD Öls haben sich auf jeden Fall positiv auf meine depressiven Verstimmungen ausgewirkt. Ich bin gespannt, was die Zeit bringt und ob sich weitere verbesserungen zeigen werden.

Dauerhafte-hilfe-bei-pms

Zusammenfassung

Das Prämenstruelle Syndrom ist genauso individuell wie jede Frau es ist. Die Symptome fallen immer unterschiedlich aus und sind auch unterschiedlich stark ausgeprägt. Aus diesem grund lässt sich natürlich keine allgemeingültige Lösung definieren. Ich hoffe trotzdem, dass meine Erfahrungen dir weiterhelfen oder zumindest neue Ideen liefern.

  • Sport, insbesondere Training für die Muskulatur deines Beckenbodens
  • viel Trinken! Wasser ist am Besten, ich persönlich bevorzuge ungesüßten Tee
  • Halte gesunde Alternativen für Heißhungerattacken bereit
  • Achte allgemein auf eine gesunde Ernährung. Vermeide zu viel Salz und künstlichen Zucker
  • Akzeptiere deinen Körper und deine Gefühle, egal wie deine Hormone gerade drauf sind
  • CBD Öl ist eine gute Alternative zu Schmerzmitteln – ich kaufe mein Öl hier (kein Affiliate Link, bloß eine persönliche Empfehlung)
  • Geduld – all diese Methoden sind auf eine Langzeitwirkung ausgelegt

Wie immer freue ich mich über dein Feedback und deine eigenen PMS Erfahrungen. Was hilft dir in dieser Zeit am Besten oder hast du vielleicht gar keine Beschwerden?

Ganz viel Liebe,

Unterschrift-Julia

0

1 Kommentar zu „Das Prämenstruelle Syndrom – Dauerhafte & effektive Hilfe bei PMS“

  1. Pingback: Body Shaming | So wehrst du dich endlich! | From Seeking and Finding

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SUBSCRIBE

Be the first for updates & news!

Erhalte außerdem deinen kostenlosen Persönlichkeitstest.

Holler Box