Das Kind in dir muss Heimat finden–Buch Review, Reflexion und Fazit Teil 1

Buch, review, Kaffee

Nun ist es also soweit, wie versprochen habe ich die ersten Seiten des Buches „Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl gelesen und möchte euch gerne mit diesem ersten Review an meinen Eindrück teilhaben lassen. Auf diesen Seiten geht es zunächst um eine Einführung in die wichtigsten Begriffe und grundlegenden Strukturen. Das wichtigste habe ich im Folgenden kurz zusammengefasst.

Das innere Kind – Leitbegriff der Lektüre

Der wohl wichtigste Begriff der gesamten Lektüre ist der des inneren Kindes. In der Psychologie bezeichnet man als „inneres Kind“ den Anteil der Persönlichkeit, der durch Erfahrungen und Erlebnisse in der Kindheit geprägt wird.

„Das innere Kind ist sozusagen die Summe unserer kindlichen Prägungen – guter wie schlechter, die wir durch unsere Eltern und andere wichtige Bezugspersonen erfahren haben.“

Das Kind in dir muss Heimat finden S. 14

Das Urvertrauen und –misstrauen

Das Urvertrauen bildet sich parallel zum Urmisstrauen in unserer Kindheit. Je nachdem welche Prägungen wir durch unsere Umwelt erfahren haben. Haben wir eine liebevolle Kindheit, in der wir uns ausnahmslos geborgen fühlen legt dies den Grundstein für ein solides Urvertrauen. Genauso können sich negative Erfahrungen prägend auswirken und das Urmisstrauen entsteht. Dieser früh geprägte Grundstein bildet die Grundlage für unsere späteren Beziehungen.

Persönlichkeitsmodelle und auf welches sich in diesem Buch bezogen wird

Im Laufe der psychologischen Geschichte entstanden viele verschiedene Theorien zu Modellen die unsere Persönlichkeit beschreiben. Auf eines dieser Modelle gehe ich bereits im Artikel zu meinem Persönlichkeitstest näher ein. Frau Stahl bezieht sich in ihrem Buch auf ein Instanzenmodell. Geprägt wurde diese Theorie durch Siegmund Freud, der als erster die Persönlichkeit des Menschen in drei Instanzen unterteilte.

In dem Buch „Das Kind in uns muss Heimat finden“ werden ebenfalls drei Instanzen als Definition der Persönlichkeit verwendet.

  • Das fröhliche innere Kind, als Beschreibung der positiven frühkindlichen Erfahrungen (Sonnenkind)
  • Das verletzte innere Kind, als Beschreibung der negativen frühkindlichen Erfahrungen (Schattenkind)
  • Der innere Erwachsene, als bewusstes Handeln im hier und jetzt

Vor allem auf die Begriffe Sonnenkind und Schattenkindes wird im weiteren Verlauf des Buches näher eingegangen.

Die Entwicklungsjahre

Die Persönlichkeitsanteile des inneren Kindes werden maßgeblich in den ersten sechs Lebensjahren geprägt. Der Umgang mit unseren Bezugspersonen, also hauptsächlich mit unseren Eltern, ist also entscheidend für alle späteren Beziehungen in unserem Leben. In dieser Zeit wird nicht nur unser Vertrauen gestärkt bzw. geschwächt, auch unser Selbstwertgefühl entwickelt sich und prägt unser Selbstbild.

Können wir die frühkindlichen Prägungen überlisten?

Obwohl wir maßgeblich durch unsere Erfahrungen und Erlebnisse in der Kindheit geprägt werden und diese uns den Weg unserer persönlichen Entwicklung ebnen, sind wir keine Marionetten unseres inneren Kindes. Der Schlüssel, um unser Leben selbst in die Hand und falls nötig in die richtigen Bahnen zu lenken ist Selbstreflexion und die daraus gewonnene Selbsterkenntnis.

„Der reflektierte Mensch hat einen guten Zugang zu seinen inneren Motiven, Gefühlen und Gedanken und kann diese in einen psycho-logischen Zusammenhand zu seinen Taten bringen. Weil er hierbei auch seine Schattenseiten im Auge behält, kann er mit diesen bewusster umgehen.“

Das Kind in dir muss Heimat finden S. 29

Buch Review – ein erstes Fazit

Die Einleitenden Kapitel des Buches haben mir gut gefallen. Die Erläuterung der wichtigsten Begriffe und Grundlagen bietet einen leichten Einstieg, unabhängig davon, ob man sich bereits mit dem Thema oder Psychologie im Allgemeinen auseinandergesetzt hat. Bereits während des Lesens dieser Seiten habe ich nach Vergleichen und Parallelen in meiner eigenen Entwicklung gesucht – hierbei haben auch die im Buch erzählten Beispiele geholfen. Ein mulmiges Gefühl hatte ich bei dem Gedanken, wie viel Einfluss die ersten Jahre unserer Kindheit doch haben. Jahre, auf die wir selber keinen aktiven Einfluss haben. Besonders gelungen fand ich daher den Exkurs zur Selbsterkenntnis.

Was nehme ich aus dem ersten Teil des Buches für mich mit?

Nach der heutigen Lektüre werde ich mich mit einer Tasse Tee und beruhigender Musik gemütlich auf dem Sofa einkuscheln. Der Gedanke an das Sonnen- und Schattenkind in mir wird mich noch eine Weile begleiten. Umso gespannter bin ich auf die weiteren Kapitel und Aufgaben.

Was nimmst du aus den ersten Seite des Buches „Das Kind in dir muss Heimat finden“ mit?

Am 7. Juli 2020 erscheint der nächste Blogbeitrag zu den Seiten 35-44.

Ganz viel Liebe,

Julia, Unterschrift

Alle Zitate entstammen dem Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“.
Die hier gemachten Äußerungen entsprechen lediglich meiner subjektiven Meinung.
Weitere Informationen zu Stefanie Stahl gibts hier.

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1 Kommentar zu „Das Kind in dir muss Heimat finden–Buch Review, Reflexion und Fazit Teil 1“

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