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Die Minimalismus-Challenge | Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Du kennst doch sicher das Spiel “ich packe meinen Koffer”. Dabei geht es darum einen imaginären Koffer zu packen. Jeder Spieler legt einen Gegenstand in den Koffer, der jeweils nächste Spieler muss alle Gegenstände, die bereits im Koffer sind aufzählen und selbst einen Gegenstand dazu legen. Schafft es einer der Spieler nicht alle Gegenstände aufzuzählen, hat er verloren. 

Ich-packe-meinen-Koffer

In der Alltagspsychologie spielt das Symbol des Koffers eine große Rolle. Es wird oft dafür verwendet den Ballast, den eine Person mit sich rumträgt zu beschreiben. Man sagt “sie / er trägt einen großen Koffer mit sich rum” oder auch “ein Koffer voller Probleme”. Hierzu fällt mir direkt eine Folge der Serie “How I met your mother” ein. In dieser Folge erklärt Ted seinen Kinder, dass jeder in den 30ern einen Ballast zu tragen hat. In seinen Erzählungen wird dieser als ein oder mehrere Koffer dargestellt, die die Personen hinter sich her ziehen.

Vor ein paar Tagen saß ich Zuhause und habe mal wieder Umzugskisten ausgepackt. Dieses Mal habe ich mir fest vorgenommen, die Kisten nicht einfach ungeöffnet von Keller A in Keller B zu stellen. Ich wollte vorher aussortieren, ausmisten, alten Ballast loswerden. Gar nicht so einfach. Die Aufräumaktion wurde eine kleine Reise in die Vergangenheit. Ich habe quasi einen meiner Koffer geöffnet und reingeschaut. Ähnlich wie beim Kofferspiel konnte ich mich an die aktuelleren Gegenstände gut erinnern, andere waren so alt, dass ich nicht mal mehr wusste sie zu besitzen.

Aber was soll das? Wieso schleppen wir unsere Koffer – und hierbei ist es egal ob sie physisch oder nur in unserem Kopf sind – immer weiter mit uns rum? 

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen habe ich meine persönlichen Koffer zunächst in zwei Kategorien geteilt. Die realen Koffer und die emotionalen. In der 30-Tage-Minimalismus-Challenge beschäftigen wir uns hauptsächlich mit den realen, physischen Koffern und wie man diese am besten aufräumt.

Meine realen Koffer

Meine realen Koffer werden mir bei jedem Umzug aufs neue bewusst. Jedes Mal denke ich mir “dieses mal sortierst du wirklich aus” um dann doch alles ungesehen von Schrank A in Schrank B zu räumen. Ich habe wirklich keine Ahnung wie viele Bücher, Schuhe oder Kleidungsstücke mich seit Jahren begleiten und ein Dasein in der letzten Ecke des Regals fristen. 

Und hier kommen wir auch schon zum ersten Problem. Der Inhalt meiner Koffer ist mir zum größten Teil einfach nicht bewusst.  

Die Lösung hierfür ist genauso einfach wie schwer. Aufräumen. Ausmisten. Und das möglichst radikal. WIe bereits erwähnt hört sich das erstmal einfach ein. Kann ja nicht so schwer sein ein paar alte Anziehsachen wegzugeben. Naja sagen wir mal so, wäre es einfach, hätte ich es wohl schon getan. Also habe ich mir etwas überlegt um mich selbst ein wenig auszutricksen. Frei nach dem Motto “Glücklich ist nicht wer viel hat, sondern wer wenig braucht” habe ich eine 30-Tage-Minimalismus Challenge kreiert. 

30-Tage-Minimalismus-Challenge

Wieso eine “Challenge”?

Challenge bedeutet Herausforderung. Alten Ballast los werden ist im ersten Moment genau das. Eine Herausforderung. Es ist viel sicherer Dinge erstmal aufzuheben, vielleicht kannst du sie ja irgendwann mal gebrauchen. Es hängen ja schließlich auch Erinnerungen dran. Aber genau so fängt es an. Man hebt 1-2 Dinge auf und auf einmal ist dein Koffer so schwer, dass du ihn nicht mehr heben kannst.

Bei der 30-Tage-Minimalismus-Challenge geht es nur um dich. Es geht darum, dass du für dich herausfindest wie du auf eine möglichst angenehme Art und Weise Ballast los wirst und deine Koffer erleichterst.  Die Minimalismus Challenge ist also eine Herausforderung, die du mit dir zusammen meisterst. Ich reiche dir das Werkzeug, du bist dein eigener Handwerker.

Im Grunde geht es hierbei darum in kleinen Schritten für Ordnung zu sorgen. Wenn du dich 30 Tage lang, jeden Tag von ein paar Gegenständen trennst ist das nicht so “schlimm” wie an einem Tag 3 Umzugskartons zu entsorgen.

Hol dir hier dein Werkzeug zur 30-Tage-Minimalismus-Challenge

Warum es sich mit leichtem Gepäck leichter reist

Egal ob Urlaubsreise oder Umzug. Je weniger Gepäck man mit sich rumschleppt, desto leichter ist es. Fliegen mit Handgepäck ist tausendmal angenehmer als einen Koffer einzuchecken. Genauso ist es schöner nur einen Transporter voller Kartons zu haben, als zwei.

Das gleiche gilt auch für die Reise deines Lebens. Denn etwas anderes ist es nicht, dieses “Leben”. Eine reise durch die Zeit, durch SItuationen und Erfahrungen. Je weniger Altlasten du auf dieser Reise bei dir hast, desto leichter wird sie dir fallen. Je weniger Koffer du schieben und tragen musst, desto besser kannst du dich auf das hier und jetzt konzentrieren. Es wäre doch blöd einen schönen Moment, einen neuen Gegenstand oder eine neue Erfahrung zu verpassen, weil deine Koffer überfüllt sind und nichts mehr reinpasst, oder?

“Eines Tages fällt dir auf
Dass du 99% nicht brauchst
Du nimmst all den Ballast
Und schmeißt ihn weg
Denn es reist sich besser
Mit leichtem Gepäck”

SIlbermond – mit leichtem Gepäck

Meine emotionalen Koffer

Kommen wir nun zur zweiten Kategorie, den emotionalen Koffern. In der bereits erwähnten “How I met your mother” Folge geht es genau um diese. Die Protagonisten schleppen alle emotionalen Ballast aus ihrer Vergangenheit mit sich rum, hierbei handelt es sich in der Serie hauptsächlich um alte Beziehungen.

Dein persönlicher emotionaler Koffer kann mit allem möglichen gepackt sein. Vielleicht schleppst du auch ungute Erfahrungen aus alten Beziehungen mit dir rum, hast eine unschöne Scheidung hinter dir oder einen Job, bei dem es nicht gut lief. Und genau wie bei deinem realen Koffer kann auch dieser irgendwann zu schwer werden und dich im hier und jetzt negativ beeinflussen.

Wenn du dich ein wenig mit meinen Beiträge zu “Das Kind in dir muss Heimat finden” befasst hast weißt du bereits, dass das aufräumen deines emotionalen Koffers ein wenig schwerer ist und vor allem mehr Zeit braucht als bei deinem realen physischen Gepäck. 

Die 30-Tage-Minimalismus-Challenge hilft dir bei beiden Koffern

Die Challenge, die ich dir als Werkzeug an die Hand gebe, dient vor allem dazu dir bei deinem realen Koffer zu helfen. Sie bringt dich dazu physischen Ballast abzuwerfen und dein Gepäck zu erleichtern. Aber als kleiner Bonus wirst du dich nach der Challenge nicht nur in einer aufgeräumten Umgebung wiederfinden, sondern auch seelisch leichter fühlen. 

Lass mich das an einem Beispiel erklären.

Nehmen wir hierfür den Punkt “unfollow social Media”. Hierbei sollst du all deine Social media Kontakte durchgehen und diejenigen löschen, mit denen du entweder nichts mehr zu tun hast oder die dir nicht gut tun. Somit räumst du auf der einen Seite deinen Feed rein optisch auf, auf der anderen Seite entfernst du aber auch potentiellen seelischen Ballast. Indem du nicht mehr täglich mit Menschen oder Beiträgen konfrontiert wirst die dir psychisch nicht gut tun, wird nicht nur ein physischer, sondern auch dein psychischer Koffer leichter. 

Macht Sinn oder?

Hol dir hier dein Werkzeug zur 30-Tage-Minimalismus-Challenge

Ich packe meinen Koffer aus und lasse hier…

Wie bereits erwähnt habe ich dir als Werkzeug eine Liste erstellt. Auf dieser Liste stehen 30 Punkte. Hierbei handelt es sich manchmal um Räume, manchmal um Gegenstände. Nehme dir einfach jeden Tag einen Punkt vor und beschäftige dich mit ihm. Ich habe ganz bewusst keine Anzahl zur Liste hinzugefügt. So kannst du die Liste ganz nach deinem Tempo abarbeiten. Starte deine erste 30-Tage-Challenge doch einfach, indem du einen Gegenstand pro Punkt aussortiert.Fühlst du dich hierbei gut, kannst du die 30-Tage-Minimalismus-Challenge jederzeit wiederholen und die Anzahl ganz nach deinem Tempo steigern. Nimm dir nicht zu viel vor, es ist wichtig, dass du dich wohl fühlst. 

Ich-packe-meinen-Koffer

Wie immer freue ich mich, wenn du mir von deinen Erfahrungen berichtest. Dazu kannst du gerne die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag oder das Kontaktformular nutzen. Möchtest du die Challenge ganz für dich absolvieren ist das auch total in Ordnung.

Hol dir hier dein Werkzeug zur 30-Tage-Minimalismus-Challenge

Ich wünsche dir ganz viel Spaß & Erfolg.

Ganz viel Liebe,

Unterschrift_Julia

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